0 In SUP

Ein Tag im Leben…

7:30 Uhr: Der Wecker klingelt. „Was? Ist die Nacht tatsächlich schon wieder vorbei? Nützt ja nix, die Arbeit ruft.“ Also, raus aus dem Bett direkt auf den Balkon, denn ein langer Tag startet mit einem guten Frühstück und einer schönen Aussicht auf die Hügel von Zakynthos. Nach einer schnellen Dusche nehme ich mir ausreichend Zeit für die Strandvorbereitungen. Ganz viel Sonnencreme, Sonnenhut, Sonnenbrille und meine Wasserflasche und dann geht es auf „ins Büro“.

Auf dem Weg zur Arbeit geht es vorbei an den To Konami Studios – sehr bezaubernd.

8:30 Uhr: Der Weg zum Strand führt über eine schmale Landstraße. Es gibt ein paar Hühner (da wohnt sicherlich auch der Hahn, der heute Morgen ab halb sechs gekräht hat), vorbei an einigen schönen Studios und an einem meiner Lieblingslokale. Nach ein paar Minuten überquere ich die Hauptstraße und erreiche die Buca Bar. Alles ist noch ruhig im Hof. Die Bar öffnet erst um neun, aber Kevin, aka „The King of the Beach“ ist schon seit Stunden auf den Beinen. Die Sonnenliegen wurden bereits mit Auflagen versehen und der Strand ist blitzsauber. Zeit für mich, mein Büro einzurichten. Ein SUP-Board nach dem anderen hole ich aus dem Schuppen und bringe es runter an den Strand. Fehlen nur noch meine Flyer und schon bin ich bereit für die Kundschaft. Das Meer ist noch ganz ruhig und lädt zum Paddeln ein.

Mal schauen, was der heutige Tag so bringt. Die Kunden können entweder Boards mieten und sind dann mehr oder minder auf sich allein gestellt. Sie bekommen eine Sicherheitseinweisung von mir und natürlich habe ich sie die ganze Zeit im Blick und stelle sicher, dass sie heile zurück zur Station kommen. Alternativ können Kunden eine Unterrichtsstunde bei mir buchen. In dem Fall gibt es zunächst eine längere Einweisung an Land und dann gehen wir zusammen auf’s Wasser.

Nach einer erfolgreichen Stunde geht es zurück an Land

Tatsächlich sind die Tage sehr unterschiedlich. An einigen Tagen muss ich Wartelisten für den Verleih führen, weil ich mich vor Interessenten kaum retten kann. An anderen Tagen stehe ich mir die Beine in den Bauch und es ist ganz ruhig. Manchmal habe ich drei Unterrichtsstunden direkt hintereinander, dann gibt es wieder eine ganze Woche, in der Kunden die Boards nur mieten. Bisher habe ich noch kein System gefunden, den Tag vorherzusagen.

Mit ziemlicher Sicherheit kommt am Nachmittag aber der Wind. Irgendwann zwischen 15 und 18 Uhr verändert sich das Meer plötzlich. Es sieht nicht mehr türkis und klar aus, sondern wird unruhig und ein wenig trüb. Am Horizont bildet sich ein dunkelblauer Streifen. Nun heißt es schnell sein. Starke Böen können nicht nur Paddler auf dem Wasser in Gefahr bringen, sondern machen es für mich auch schwierig, die Boards wieder in den Hof zu tragen.

Waschsalon 2.0

Ein Board nach dem anderen wird zunächst von mir gewaschen und von der Sonne getrocknet, bevor es wieder in den Schuppen kann; gleiches gilt natürlich auch für die Paddel. Die Flyer kommen zurück in ihre Box und ich knote noch schnell mein „Paddle-Surf-Zante-Schild“ an, so dass es über Nacht nicht den Wellen zum Opfer fällt.

Jedes Board ist wieder an seinem Platz.

19:00 Uhr: Ein kurzer Check-In mit meinem Chef, ob während des Tages irgendwelche Buchungen reingekommen sind, die ich für die nächsten Tage einplanen muss. Und dann geht es heim. Ich bin ziemlich verschwitzt und meine Kleidung hat weiße Salzränder, weil ich während des Tages immer wieder ins Wasser gegangen bin, um Kunden dabei zu helfen, die Boards zurück an Land zu bringen. Trotzdem mache ich auf dem Weg nach Hause noch einen kurzen Stopp in meinem Mini-Market. Irgendwas brauche ich immer – und wenn es nur gelbe M&Ms sind. Zuhause angekommen, werde ich lautstark von Theo empfangen. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Blogartikel!

Alles, was das Herz begehrt.

21:00 Uhr. Geschafft! Ich habe geduscht und mich erst mit ganz viel Aloe Vera und dann mit Anti-Mücken-Spray eingecremt. Per Handwäsche habe ich meine Klamotten vom Salzwasser gereinigt. Während ich auf dem Balkon den Sonnenuntergang genieße, zeigt ein letzter Blick auf die Wetter-App, dass morgen ein bezaubernder Tag wird, mit kräftigem Wind am Nachmittag. Alles so, wie es sein soll.

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