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Jamie Oliver – Indian Style

Oder: So geht das also mit den Chapati

In Udaipur haben wir die Gelegenheit genutzt und haben eine indische Familie besucht, um einen Einblick in die lokale Küche zu bekommen. Unsere Gastgeberin hatte im Esszimmer bereits mehrere Gasbrenner nebeneinander aufgereiht und ohne viel Firlefanz ging es los. Zunächst einmal mit Chai. Wir wissen nun also, dass dieser in der Regel mit Kuhmilch aufgekocht wird; man kann allerdings auch Büffelmilch verwenden, wenn der Tee etwas reichhaltiger sein soll.
Bevor es an die vegetarischen Pakora ging, haben wir dann erst einmal eine kleine Einführung in Gewürzkunde bekommen. Es war bunt, roch wunderbar und natürlich habe ich mir bei weitem nicht alle Namen gemerkt. Soweit kann ich mein Wissen aber teilen: Links sieht man die Gewürzbox für den Alltag, rechts dann die Gewürze für besondere Gerichte (unter anderem mit Sternanis und Zimtstangen)

Neben vegetarischen Pekora haben wir zunächst Kofta gezaubert. Das sind Kroketten aus einer Kartoffel-Käse-Mischung, die mit einer Cashewnuss und einer Rosine gefüllt werden. Dazu gibt es einen Dip aus Milch, Zwiebeln, Knoblauch, Cashews, Koriander, Kurkuma und rotem Chilli (Kofta Masala). Da war ich bereits im Himmel.

Dann haben wir Bhindi gekocht (Okra) und ein Chana Masala. Die Grundlage für dieses Curry sind Kichererbsen. Neben Zwiebeln und Nüssen kamen aber zum Beispiel auch Wassermelonensamen zum Einsatz. Ob die den entscheidenden Unterschied gemacht haben, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall was das Curry phantastisch und – zum meinem großen Glück – auf unsere westlichen Geschmacksnerven abgestimmt und nicht zu scharf.

Das Highlight waren aber natürlich die Chapati. Neben Mehl sind zwar nur Wasser und Salz im Spiel. Aber der Spaß kommt ja nicht aus dem Teig, sondern aus der Zubereitung. Zunächst kommen die Teigfladen kurz in die Pfanne. Sobald sie braun genug sind, werden sie auf der direkten Flamme kurz aufgeplustert und bekommen dadurch ihre fluffig Konsistenz. Das Geschick unserer Gastgeberin hat dabei für viele „Uuuuuhs“ und „Aaaaahs“ gesorgt.

So sah unsere fertige Mahlzeit am Ende aus. Alles war unglaublich lecker und mir mussten uns den ein oder anderen Nachschlag organisieren.
Zum Abschluss durften wir noch einen Blick in die Familiengeschichte werfen. Die Tochter des Hauses hatte vor einigen Jahren geheiratet und stolz wurden uns die beiden Hochzeitsalben gezeigt und wir durften wieder und wieder die bunte Pracht, die schöne Braut und den stolzen Bräutigam bestaunen. Was für ein zauberhafter Ausflug!

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